<blockquote>„Bayern hat es in der DNA, sich neu zu erfinden.“</blockquote>
Professor Wolfgang Ullrich (* 1967), bayerischer Kunsthistoriker
„Bayern hat es in der DNA, sich neu zu erfinden.“
Professor Wolfgang Ullrich (* 1967), bayerischer Kunsthistoriker

Die BMW Welt in München – architektonisches Meisterwerk und Auslieferungszentrum für neue Automobile
Bild: Manuel Irritier

Made in Bavaria Digitale Revolution Secomba Wer hat’s erfunden? Energie der Zukunft Wo die schönen Dinge wohnen Fenster als Sonnenbrille DJ LCAW Aquarell :: Mädchen

Made in Bavaria – Global Player

In Bayern verwurzelt, in der Welt erfolgreich. Die Premium-Fahrzeuge von BMW und Audi sind begehrt auf allen Kontinenten. Adidas und Puma aus dem fränkischen Herzogenaurach erobern die Sportlerherzen weltweit. Siemens, Infineon und Linde setzen Maßstäbe für die Hightech-Zukunft. Gut ausgebildete Fachkräfte, Wissenschaftler von Weltrang und hervorragende Infrastruktur, diese Stärken machen den Freistaat zum idealen Standort – auch für internationale Konzerne. Paradebeispiele sind Google und Microsoft in München und der Schweizer Pharmariese Roche in Penzberg. Wer Zukunft sehen will, muss nach Bayern kommen.

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KUKA Audi AG

Digitale Revolution

Alle Maschinen und Fertigungsteile sind vernetzt und kommunizieren miteinander. Wer Industrie 4.0 beherrscht, sichert sich den entscheidenden Vorsprung im globalen Wettbewerb um die Zukunft. Die Heitec AG aus dem mittelfränkischen Erlangen setzt mit innovativer Software, Mechanik und Elektronik weltweit mehr als 250 Projekte erfolgreich um. KUKA aus Augsburg ist Weltmarktführer für hochmoderne Industrieroboter.
Bild: Audi AG

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Andrea Pfundmeier und Robert Freudenreich machen Daten im Netz sicher. „Wir haben ein siebenstelliges Übernahmeangebot abgelehnt.“

Als sie „Secomba“ 2011 in Augsburg gründen, ist Wirtschaftsjuristin Andrea Pfundmeier 23 Jahre alt, der Informatiker Robert Freudenreich 26. „Robert hatte die Idee, ich Ahnung von Wirtschaft und Recht.“ Er entwickelt eine Software, mit der sich Studentenausweise digitalisieren lassen. Zur Verschlüsselung der Daten in der Cloud schreibt er das Programm „Boxycryptor“. Innerhalb einer Woche wird der Prototyp mehr als 1000-mal heruntergeladen. „Da wussten wir, das ist es!“

Heute läuft die Verschlüsselungssoftware auf acht Betriebssystemen und bei über 20 Cloud-Anbietern. „Das ist weltweit einzigartig.“ Die Zahl der Downloads beträgt über eine Million. Das siebenstellige Übernahmeangebot aus den USA haben sie ausgeschlagen. „Wir wollen selbst etwas bewegen und haben deshalb abgelehnt.“

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Wer hat’s erfunden?

Strauss Jeans

1873: Für Goldgräber im Wilden Westen erfindet Levi Strauss, geboren im oberfränkischen Buttenheim, eine robuste Arbeitshose. Heute trägt die ganze Welt seine Jeans.
Bild: Sam Morris/AP Photo/Picture-Alliance

Apple Kopfhörer

1987: Der weltweite Siegeszug des Dateiformats mp3 zur Komprimierung von Musikdaten hat seinen Ursprung am Fraunhofer-Institut in Erlangen.
Bild: Apple

1895

Licht, das unter die Haut geht. Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt in Würzburg 1895 die Röntgenstrahlen. Das bringt ihm den ersten Physik-Nobelpreis der Geschichte ein.

Barbie

1952: Lange Beine, blonde Haare, freche Sprüche. Als Comicfigur begeistert „Lilli“ ab 1952 die Leser der „Bild“-Zeitung. Bald macht „Lilli“ Karriere als Spielzeugpuppe, hergestellt von der unterfränkischen Firma Hausser. Das US-Unternehmen Mattel kauft Hausser die Rechte ab und bringt „Lilli“ in den USA auf den Markt: Die Barbie-Puppe ist geboren.
Bild: Barry Lewis/In Pictures/Corbis

Karl Wald

1970: Karl Wald, Friseur und Schiedsrichter aus dem oberbayerischen Penzberg, revolutioniert den Fußball: Elfmeterschießen bei Unentschieden nach Verlängerung – statt Münzwurf oder Losentscheid. In Bayern gilt die Regelung ab der Saison 1970/71. Wenig später übernehmen der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die UEFA und schließlich der Weltverband FIFA die Neuheit.
Bild: DPA/Picture-Alliance

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Hans Bürger-Schuster bewirtschaftet mit seiner Familie einen Hof in Vogtareuth. „Unsere Wärme ist katholisch“

„Wir sind Landwirte und Energiewirte. Mit einer Photovoltaikanlage und einer Biogasanlage produzieren wir Strom, den wir auch an die Pfarrkirche liefern. Darum kann man sagen: Unsere Wärme ist katholisch“, schmunzelt Hans Bürger-Schuster. Auch in der Landwirtschaft arbeitet der 44-Jährige nicht nur für sich: „Wir Bauern sind wichtig für unser Land. Wir sichern unsere Ernährung, wir pflegen und gestalten unsere Landschaft. Wir arbeiten mit, die Schöpfung für die Zukunft zu bewahren.“

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Wo die schönen Dinge wohnen

Der Münchner Konstantin Grcic ist einer der wichtigsten Industriedesigner unserer Zeit, prämiert mit den höchsten Auszeichnungen seiner Zunft. Von ihm aus könnte man einen Stammbaum der Münchner Designerszene zeichnen, der sich über seine Schüler Stefan Diez und Clemens Weisshaar bis zu deren Schülern Steffen Kehrle und Ana Relvão immer weiter verzweigt.

Sie alle haben München zur deutschen Design-Hauptstadt gemacht. Praktisch alles, was als neues deutsches Industriedesign gilt, wird hier entworfen. Anas hat ihr Büro in Lissabon aufgegeben und ist nach München gezogen. Die Nähe zur Industrie, das immense Fachwissen der Betriebe und Kollegen haben sie überzeugt. Aber nicht nur das. Sie hat sich in die Stadt verliebt: An einem Sommertag war das ganze Team an der Isar, hat im Fluss gebadet und am Ufer ein Picknick gemacht. München ist eben nicht nur funktional. München ist einfach schön.

Quelle: Gekürzte Fassung des Artikels „Design aus München. Wo die schönen Dinge wohnen“ von Alard von Kittlitz, erschienen am 20. Februar 2014 im ZEITmagazin Nº 09/2014, Hamburg

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Die Glashütte Lamberts ist Weltmarktführer für mundgeblasene Flachgläser. „Wir machen das modernste UV-Glas der Welt.“

„Warum baut man den UV-Schutz nicht direkt ins Glas ein?“ Diese Frage beantworten Reiner Meindl und seine Mannschaft mit einer bahnbrechenden Erfindung. „Innerhalb von zwei Jahren konnten wir ein mundgeblasenes Glas entwickeln, das die UV-Strahlen direkt absorbiert.“ Vor dieser Erfindung waren viele Fenster mit einer gelben Folie überzogen, um Kunstwerke in Gebäuden, Museen und Kirchen vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen. Seit 2011 bestellt die Welt in Waldsassen.

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Aquarell eines tanzenden Mädchens Bild: Tina Berning

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Der 20-jährige Leon Weber ist einer der erfolgreichsten Remix-Produzenten der Welt. „Neulich kam eine Anfrage von Lenny Kravitz.“

April 2013: Der 18-jährige Leon Weber remixt einen Titel der britischen Indie-Folk-Band „Daughter“ und stellt ihn online. „Ich habe einfach mal drauflosprobiert.“ Der Song wird millionenfach aufgerufen. Über Nacht wird der Münchner Schüler weltbekannt. Hinter diesem vermeintlichen Zufallstreffer steckt viel Können. Leon Weber stammt aus einer Musikerfamilie und spielte selbst Cello im Bundesjugendorchester. Nach seinem Anfangshit feiert Leon Weber als DJ LCAW Erfolge. Er legt weltweit auf. Seine Tracks werden zu Hits im Internet. Weltstars wollen seinen Remix ihrer Songs – zum Beispiel Lenny Kravitz.

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