<blockquote>„All die Süddeutschen sind überhaupt viel netter als wir, und die nettesten, weil die natürlichsten, sind die Bayern.“ </blockquote>
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Schriftsteller
„All die Süddeutschen sind überhaupt viel netter als wir, und die nettesten, weil die natürlichsten, sind die Bayern.“
Theodor Fontane (1819-1898), deutscher Schriftsteller

Abendstimmung am Ammersee
Bild: Simon Katzer/Ullsteinbild

Leben und leben lassen. Stadtlust Gemeinsam sind wir stark! Heimatliebe und Weltoffenheit Starfotograf Juergen Teller „Be cool, be Bavarian!“ Gehörlos tanzen? Kassandra kann‘s! Weiß-blau-bunt Aquarell :: Löwe Welcome DAHOAM

Leben und leben lassen.

Fragt man einen Gast aus dem Ausland, was er sich unter Bayern vorstellt, wird die Antwort wohl um Lederhosen und Dirndl, Bier und Schweinshaxe kreisen. Aber „typisch bayerisch“, das ist noch viel mehr.

Im Freistaat leben mehr als 12,6 Millionen Menschen. Altbayern, Franken, Schwaben und die Sudetendeutschen haben Bayern zu einer liebenswerten Heimat und zu einem Standort mit besten Chancen gemacht. Hier lässt es sich gut leben und arbeiten. Deshalb ziehen immer mehr Menschen nach Bayern – seit 1990 über 1,6 Millionen.

Bayern verändert sich, aber das besondere weiß-blaue Lebensgefühl bleibt. Dazu gehört: Leben und leben lassen. Diese Freude an der Vielfalt ist Kern der sprichwörtlichen „liberalitas bavariae“.

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Stadtlust

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Gemeinsam sind wir stark!

Ihr geflochtener Zopf schwingt durch die Luft wie ein Lasso. Zur Flötenmusik springt Alysha durch den Tanzraum. „Früher war sie sehr verschlossen“, erzählt ihre Oma. Das hat sich geändert, seit Alysha bei der 78-jährigen Helga Koeppe im Mehrgenerationenhaus Haßfurt in der Bewegungstherapie tanzt.

Hier im Haus unterstützen sich die Menschen gegenseitig – mit viel Liebe. Sie leben das Prinzip Großfamilie in moderner Form: Auf vier Etagen lernen Jung und Alt von- und miteinander.

Mütter treffen sich mit ihren Babys zur Krabbelgruppe. Ehrenamtliche beraten Senioren im Umgang mit Computer und Smartphone. Die Herkunft spielt dabei keine Rolle: Deutschkurs, musizieren, basteln, tanzen – all das vereint Familien mit und ohne Migrationsgeschichte.

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Heimatliebe und Weltoffenheit

Aquarell von Franz Beckenbauer

„Leben und leben lassen. Das ist charakteristisch für Bayern. Der Bayer ist traditionsbewusst und bodenständig. Er liebt seine Heimat, die Landschaft, die Kultur, und das zeigt er auch.“

Franz Beckenbauer (*1945), bayerische Fußball-Legende und Ehrenpräsident des FC Bayern München
Bild: Tina Berning

12 636 006

Bevölkerung Bayern.
Bevölkerung Deutschland: 80 925 031
(Stand: Juni 2014)
Landeshauptstadt München: 1 493 900
(Stand: Februar 2015)

Aquarell eines Trachtenpaars

Bild: Tina Berning

Aquarell von Dirk Nowitzki

„Ich bin in Würzburg aufgewachsen und werde mit meiner Heimat Bayern immer verwurzelt sein. Jeden Sommer komme ich für ein paar Wochen nach Hause und in dem Moment, in dem ich über die Türschwelle gehe, bin ich wieder der kleine Dirk, der Sohn meiner Eltern. Meine Eltern sind bodenständig. Meine Mutter gibt mir noch heute Taschengeld, wenn ich in Würzburg bin. Dort verbringe ich gerne meine Zeit mit Freunden und meiner Familie.“

Dirk Nowitzki (*1978), Basketballspieler in der US-Profiliga NBA (Quelle: Süddeutsche Zeitung, 2014: „Wochenend-Interview. Dirk Nowitzki über Bescheidenheit“, SZ Nr. 205 vom 06./07.11.2014.)
Bild: Tina Berning

36%

Rund 36 Prozent der über 14-Jährigen in Bayern sind ehrenamtlich aktiv – das ist mehr als jeder Dritte.

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Juergen Teller ist einer der stilprägenden und einflussreichsten Fotografen weltweit. „Perfektion langweilt mich.“

Er hat Kate Moss in eine Schubkarre gepackt und Victoria Beckham in eine Einkaufstüte. Auch seine Aufnahmen von Kurt Cobain, Elton John und Björk sind weltberühmt. Juergen Teller revolutionierte die Modefotografie, weil er nicht den perfekten Schein inszeniert, sondern die wahre Menschlichkeit sucht.

Vielleicht hat dieser besondere Stil, Menschen zu zeigen, wie sie sind, auch etwas mit seiner Herkunft zu tun. Aufgewachsen ist Juergen Teller im mittelfränkischen Ort Bubenreuth in einer Geigenbauerfamilie. Eine Stauballergie hinderte ihn daran, die Familientradition fortzuführen. Er wählte andere Wege und studierte in München Fotografie.

Heute ist der Franke ein Weltstar und lebt in London. Noch immer kehrt er gerne in seine Heimat zurück. Seit 2014 lehrt Teller als Gastprofessor für Fotografie an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.

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Aquarell eines Löwen Bild: Tina Berning

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Frische fesche Fashion – Bayern zieht an. „Be cool, be Bavarian!“

Schon als Schülerin trug Christina Kronawitter Dirndl und Lederhose. „Damals haben noch alle gesagt: Ja, wie schaust denn du aus?“ Heute trägt die Jugend im Freistaat ganz selbstverständlich ihre Heimat auf dem Leib. Eine Riege junger Modedesigner mixt traditionelle Tracht mit modernen Elementen. So wie die 37-jährige Kronawitter, die im niederbayerischen Straubing einen Laden betreibt. Bettwäsche, Tischdecken oder Vorhänge dienen ihr dabei als Material für ihre besonderen Stücke.

„Feste Regeln, wie ein Dirndl zu tragen ist, gibt es nicht“, erklärt die Modemacherin. „Ob retro, romantisch oder a bisserl rockig: Mit meiner Mode möchte ich dieses besondere Lebensgefühl vermitteln: Be cool, be Bavarian!“

Die Stelle, an der eine Dirndlschleife gebunden wird, verrät übrigens so einiges über die Trägerin: Vorderseite links – „noch zu haben“, Vorderseite rechts – „schon vergeben“.

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Gehörlos tanzen? Kassandra kann‘s. „Ich fühle den Beat im Bauch!“

13 Tänzer stehen im Spiegelsaal der Münchner Tanzschule GSC. Als die Musik einsetzt, finden ihre Hip-Hop-Moves mühelos in den Rhythmus. Wie kann man so präzise tanzen, ohne die Musik zu hören?

Im Alter von drei Jahren verlor Kassandra Wedel durch einen Autounfall ihr Gehör, sieben ihrer Schüler sind ebenfalls gehörlos. „Ich fühle den Rhythmus mit meinem ganzen Körper. Es braucht nur einen guten Bass, der die Schwingungen in den Raum transportiert.“ Seit zehn Jahren unterrichtet Kassandra Gehörlose und Hörende im Hip-Hop. „Nikita“ heißt ihre integrative Tanzgruppe.

2001 wurde die leidenschaftliche Hip-Hopperin Deutsche Meisterin. 2012 wurde sie mit „Nikita“ Deutscher Meister und Vizeweltmeister, im Solo und im Duo holte sich Kassandra die Weltmeistertitel. „Tanzen schenkt mir Freiheit und Selbstbewusstsein.“ Und es hilft, Vorurteile zu überwinden: „Denn Tanz ist eine Leidenschaft, die uns alle verbindet.“

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Weiß-blau-bunt: Bayern wächst.

Seit 1990 haben fast 780 000 Menschen aus dem Ausland in Bayern eine neue Heimat gefunden. In bayerischen Großstädten leben mehr Menschen mit Migrationsgeschichte als beispielsweise in Berlin. Sie schätzen die Vielfalt und ihre Möglichkeiten.

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