<blockquote>„Dem Bayern ist das Leben ein täglich sich erneuerndes Fest.“</blockquote>
Hermann Bahr (1863–1934), österreichischer Schriftsteller
„Dem Bayern ist das Leben ein täglich sich erneuerndes Fest.“
Hermann Bahr (1863–1934), österreichischer Schriftsteller

Abkühlen und entspannen am See in bayerischer Tracht
Bild: Kilian Blees

Das bayerische Bier Ein edler Tropfen! Bayern schmeckt! Typisch bayerisch Kulturstaat Bayern Lederhosen Wer feiert das schönste Fest in Bayern? Ludwig II. und seine Schlösser Aquarell :: Maibaum

Das bayerische Bier

„Bier ist der überzeugendste Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will.“ Das muss ein Bayer gesagt haben. Weit gefehlt! Es war Benjamin Franklin (1706–1790), einer der Gründerväter der USA. Er hat Recht. Bayern hat die größte Brauereidichte der Welt. In den über 620 bayerischen Brauereien ist es ehernes Gesetz: Bier darf nur aus Hopfen, Wasser, Malz und Hefe gebraut werden. Heute genauso wie vor 500 Jahren. Das Bayerische Reinheitsgebot von 1516 ist das älteste gültige Lebensmittelgesetz der Welt.

Im Sommer ist der Biergarten das Wohnzimmer der Bayern. Jeder darf seine selbst mitgebrachte Brotzeit dort verzehren. Nur die Getränke müssen beim Wirt gekauft werden.

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Ein edler Tropfen! „Ich mach’ jetzt meinen eigenen Wein!“

Der Weg von Christine Pröstler erinnert ein wenig an ein Märchen. Mit 18 Jahren wird die Unterfränkin in ihrem Heimatort Retzbach zur Weinprinzessin gekrönt. Drei Jahre lang repräsentiert sie den Frankenwein und entdeckt eine Leidenschaft. „Ich wollte selbst alles über den Weinanbau lernen.“ Gesagt, getan. Nach dem Abitur folgen eine Winzerlehre und mehrere Monate auf Weingütern in Neuseeland und Südafrika. Vier Jahre arbeitet sie in einer großen Weinkellerei in Rheinhessen, bevor sie Kellermeisterin im Staatlichen Hofkeller in Würzburg wird. Neben dem Vollzeitjob beginnt sie, ihren ersten Jahrgang anzubauen: 900 Liter. 2012 gründet sie ihr eigenes Weingut, nur ein Jahr später wird sie als DLG-Jungwinzerin des Jahres ausgezeichnet. Ihr nächstes Ziel: zu den Top-Weingüter Frankens zu zählen.

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Bayern schmeckt!

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Bayern ist …

Aquarell eines Maibaums

Am Vorabend des 1. Mai oder am 1. Mai selbst wird in vielen bayerischen Orten ein Maibaum aufgestellt als sichtbares Zeichen der Frühlingsfreude und als Glücksbringer.
Bild: Tina Berning

Aquarell einer Bretzel

Die Laugenbreze verdanken wir einer zufälligen Verwechslung des Bäckers Anton Nepomuk Pfannenbrenner. Während er die Breze üblicherweise mit Zuckerwasser glasiert, greift er am 11. Februar 1839 versehentlich nach der Natronlauge, die eigentlich zur Reinigung der Bleche bestimmt war. Die Geburtsstunde der Laugenbreze.
Bild: Tina Berning

Aquarell von Weisswuersten

Der Begriff „Weißwurstäquator“ bezeichnet scherzhaft die imaginäre Nordgrenze Bayerns. Ein Äquator trennt ein Gebiet in zwei Teile – in unserem Fall in eine Region, in der die Weißwurst sehr geschätzt wird, und in eine, in der diese Köstlichkeit weniger verbreitet ist.
Bild: Tina Berning

Aquarell einer Flagge des FC Bayern

Der FC Bayern München ist der erfolgreichste deutsche Fußballverein und spielt – auch in wirtschaftlicher Hinsicht – in der Champions League. Als Deutschland 2014 in Brasilien Weltmeister wurde, standen im deutschen Team sieben Profis des FC Bayern auf dem Platz.
Bild: Tina Berning

Aquarell eines Löwen

Wie kam es, dass ausgerechnet der Löwe das Wappentier der Bayern wurde? Ursprünglich war der goldene Löwe im schwarzen Feld des Wappens das Symbol der Pfalzgrafen bei Rhein. Nach der Belehnung des bayerischen Herzogs Ludwig im Jahr 1214 mit der Pfalzgrafschaft diente der Löwe jahrhundertelang als gemeinsames Zeichen der altbayerischen und pfälzischen Wittelsbacher.
Bild: Tina Berning

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Kulturstaat Bayern

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Franz Stangassinger macht Lederhosen – nach Maß und mit Leidenschaft. „Einfach mal anlangen und den Unterschied spüren.“

Wer als bayerisches Mannsbild etwas auf sich hält, braucht eine „Hirschlederne“. Aber auch außerhalb Bayerns tragen immer mehr Männer eine maßgeschneiderte Lederhose. 30 Stunden braucht Säcklermeister Franz Stangassinger für eine Hose, jede ist ein Unikat. Mindestens 18 Monate muss man auf seine handgemachte Hose aus Hirschleder warten. „Meine Kunden kommen mit dem Privatjet sogar aus Singapur und New York.“

Schon seit 1888 werden in der Berchtesgadener Werkstatt Lederhosen gefertigt. „Kaiserin Sissi kaufte hier ihre ledernen Reithosen und das bayerische Königshaus seine Lederhosen.“ Und warum ist sie heute wieder so beliebt? „Die Leute wollen natürliche Kleidung tragen. Man muss die Hose nur anlangen und spürt sofort den Unterschied.“

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Wer feiert das schönste Fest in Bayern?

München! Weil die [Wiesn] legendär ist. Das Oktoberfest zieht jedes Jahr mehr als sechs Millionen Besucher an. Zum ersten Mal gefeiert wurde es 1810 zur Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Nach der Braut wurde auch der Festplatz benannt: Theresienwiese, kurz: [Wiesn].

Straubing! Weil das Gäubodenfest „A Trumm vom Paradies“ ist. Mehr als 1,4 Millionen Besucher feiern im August ein „Fest fürs Volk, für Jung und Alt, ohne Unterschied der Partei und Konfession, gleich für Stadt und Land“.

Erlangen! Weil der Berg ruft und ihm eine Million Besucher zur Bergkirchweih folgen. Sie ging 1755 aus dem „Vogelschießen“ hervor, einem Schützenfest.

Landshut! Weil die niederbayerische Stadt alle vier Jahre eines der größten Mittelalterfeste Europas feiert. Drei Wochen lang leben die Landshuter wieder im Jahr 1475 – in historischen Kostümen und mit unbändiger Begeisterung.

Augsburg! Weil der Augsburger Plärrer gleich zweimal im Jahr stattfindet. Die Wurzeln dieses Volksfestes lassen sich über 1000 Jahre zurückverfolgen.

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Aquarell eines Maibaums Bild: Tina Berning

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Ludwig II. und seine Schlösser

„Die Bayern, die spinnen. Und keiner hat so stark und so erfolgreich gesponnen wie Ludwig II.“ – so der bayerische Journalist Reinhard Raffalt. Die Schlösser des Märchenkönigs Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee ziehen uns bis heute in ihren Bann. Von allen Kontinenten pilgern die Besucher nach Bayern, um mit König Ludwig in seine Traumwelten einzutauchen.

Raum zum Träumen fand Ludwig in seiner Kindheit auf Schloss Hohenschwangau vor der Kulisse einer fantastischen Bergwelt. Als König ließ er auf dem Felsrücken gegenüber Schloss Neuschwanstein errichten. Mit Blick auf die Kinderstube, aber noch großartiger.

Die Schlösser Linderhof und Herrenchiemsee sind eine Liebeserklärung an Versailles. Zur Ausstattung gehörten hochmoderne elektrische Klingelanlagen und Telefone, Zentralheizungen, automatisch spülende Toiletten. Weltberühmt: die absenkbaren Esstische, genannt „Tischlein deck dich“. Tradition und Fortschritt – schon damals ein Markenzeichen Bayerns.

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